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Fachkräfte im Blick

Kluge Köpfe in und für Mannheim

Beim Wettbewerb um die Talente setzen die Unternehmen gemeinsam mit der Stadt und den Kammern auf zahlreiche innovative Maßnahmen. Foto: Roche

Beim Wettbewerb um die Talente setzen die Unternehmen gemeinsam mit der Stadt und den Kammern auf zahlreiche innovative Maßnahmen. Foto: Roche

Der demografische Wandel – er ist nicht aufzuhalten. Auch in Mannheim werden in Zukunft qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen. Unternehmen, Universitäten, Kammern und die Stadt Mannheim ziehen an einem Strang, um die Zukunft der Stadt als attraktiver Wirtschaftsstandort zu sichern. 

Professor Dr. Björn Bloching, Senior Partner von Roland Berger Strategy Consultants,der Mannheim vor einigen Jahren bei der Entwicklung einer eigenen Talent- und Fachkräftestrategie beraten hat, sieht die Stadt dabei gut aufgestellt. Mannheim verfüge über eine diversifizierte industrielle Basis, gepaart mit einer dynamischen Gründungslandschaft und einer intensiven Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft, so der Experte.

Doch auf diesen Lorbeeren will man sich nicht ausruhen: In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Kräfte in der Stadt zusammengeschlossen und arbeiten intensiv daran, Talente für Mannheim zu gewinnen und an die Stadt zu binden – mit ganz unterschiedlichen Initiativen. Ein wichtiger Ansatz ist dabei das Thema internationale Fachkräfte. Mit ihrer Internationalisierungsstrategie zieht die Universität Mannheim nicht nur Studierende aus aller Welt an, sondern unterstützt sie gemeinsam mit der Stadt Mannheim auch dabei, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Welcome Center Rhein-Neckar hat sich ebenfalls gut etabliert, hilft Mitarbeitern aus dem Ausland, in der Region „anzukommen“, und Unternehmen, bürokratische Hürden zu nehmen. Auch bei der Integration von Flüchtlingen beispielsweise durch Einstiegsqualifizierungen und Brückenpraktika engagieren sich zahlreiche Mannheimer Unternehmen, Schulen und die Agentur für Arbeit Mannheim. Dass die ersten Flüchtlinge bereits Ausbildungsverträge unterschreiben konnten, daran hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar ihren Anteil, die zur Förderung der Integration von Migranten extra zwei Spezialisten eingestellt hat. Mit innovativen Formaten wie dem „Tag der Berufsorientierung“ wirbt sie zudem an weiterführenden Schulen für die duale Ausbildung. 

Die Verbesserung der Lebensqualität gewinnt beim Thema Fachkräfte immer mehr an Bedeutung. Unter dem Dach der Metropolregion Rhein-Neckar hat sich das Forum „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ zu einem echten Modellprojekt entwickelt – mit zahlreichen Instrumenten, die dazu beitragen, dass Unternehmen ihrer Belegschaft bei der Betreuung ihrer Sprösslinge und der Pflege ihrer Angehörigen beistehen können. Die Region ist bei diesem Thema führend, die Sensibilisierung in den Chefetagen hoch – ebenso wie beim betrieblichen Gesundheitsmanagement. Zahlreiche Firmen machen sich inzwischen für die Fitness ihrer Beschäftigten stark – auch im eigenen Interesse, denn in Zeiten des demografischen Wandels steigt das Durchschnittsalter in den Betrieben.

Und last but not least soll das Wohnen in Mannheim attraktiver werden. Auf der Konversionsfläche Franklin entsteht ein buntes, urbanes Quartier für 8.000 Menschen. Der Startschuss für die ersten Projekte ist bereits gefallen. Geplant ist eine wegweisende Mischung aus Wohnraum, Gewerbeansiedlungen, Freizeit- und Bildungseinrichtungen. Modellcharakter hat die intelligente Steuerung des Energieverbrauchs mit einem neuen, umweltfreundlichen E-Mobilitätskonzept.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ist überzeugt: Mannheim kann im Wettstreit um die klugen Köpfe in vielen Bereichen punkten. „Wir möchten den Fach- und Führungskräften und allen Talenten die Highlights unserer Stadt vermitteln. Sie sollen nach Mannheim kommen – und hier arbeiten, wohnen und leben“, so das Stadtoberhaupt.


Text: Ulla Cramer

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