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Hochschulstadt Mannheim

Wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft

Abschlüsse an der Schlossuniversität stehen im Ranking der deutschen Personaler ganz oben. Foto: Universität Mannheim 12

Abschlüsse an der Schlossuniversität stehen im Ranking der deutschen Personaler ganz oben. Foto: Universität Mannheim 12

Mannheim besitzt eine ausgesprochen vielfältige Hochschullandschaft. Derzeit zählt die Quadratestadt rund 28.000 Studierende. Über 5.500 legen jedes Jahr ihr Examen ab. Vor dem Hintergrund fehlender Fachkräfte ein riesiges Potenzial für die Unternehmen vor Ort und bedeutender Standortfaktor für die Ansiedlung neuer Firmen.

Die Universität Mannheim ist mit rund 12.000 Studierenden aus 94 Ländern die zweitgrößte der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie steht für eine hohe Qualität in Forschung und Lehre. Immer wieder belegt die Schlossuniversität vordere Plätze in bedeutenden Ranglisten wie beim „QS World University Ranking by Subject“, wo das Fach Volkswirtschaftslehre im Bundesvergleich 2016 auf Platz 1 landete und sich weltweit unter den besten 50 behauptete. Im Hochschulranking 2015/16 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) liegt der Bachelorstudiengang Politikwissenschaft in allen bewerteten Kategorien durchweg in der Spitzengruppe und schneidet damit im Vergleich als bester Politik-Studiengang bundesweit ab.

Personalexperten schätzen seit Jahren den gut ausgebildeten BWL-Nachwuchs der Universität Mannheim. Laut dem Magazin „Wirtschaftswoche“ gaben 13,4 Prozent der 540 befragten Personalchefs an, dass die Universität ihre Studierenden für die eigenen Bedürfnisse gut vorbereite. Damit liegt die Universität Mannheim im Fach Betriebswirtschaftslehre hinter der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der Universität zu Köln auf dem dritten Platz.Auf dem Gebiet des Wirtschaftsingenieur- und Sozialwesens spielt die Hochschule Mannheim mit insgesamt 5.300 Studenten in der ersten Liga. Beide Fakultäten nehmen laut dem Studienführer 2014/2015 der „ZEIT“ bundesweit eine Spitzenstellung im CHE-Ranking ein. Das Wirtschaftsingenieurwesen erhielt erneut Bestnoten in den Bereichen Studiensituation insgesamt und Studierbarkeit und befindet sich damit unter den Top Ten. Der Studiengang Soziale Arbeit liegt in drei von vier untersuchten Kriterien – Studiensituation insgesamt, Betreuung durch Lehrende sowie Berufsbezug – in der Spitzengruppe aller Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Zu den Bildungsstätten mit hohem Praxisbezug zählt die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim mit rund 6.300 Studierenden. Sie kooperiert mit knapp 2.000 Partnerunternehmen aus der Metropolregion und bundesweit. Ihr Modell des dualen Studiums mit wechselnden Praxis- und Theoriephasen nimmt seit Jahren in Deutschland eine Vorreiterrolle ein. Mit knapp 1.400 Abschlüssen jährlich im Bereich der Wirtschaftswissenschaften stellt die DHBW Mannheim darüber hinaus mit die größte Zahl an BWL-Absolventen bundesweit.

Bei der noch jungen Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) mit derzeit rund 400 Studierenden sind die Studiengänge speziell auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Zukunft ausgerichtet, um dem Führungs- und Fachkräftemangel bei mittelständischen Unternehmen entgegenzuwirken. Die Hochschule bietet drei betriebswirtschaftlich orientierte Bachelor-Studiengänge an: Beratung und Vertriebsmanagement, Management und Unternehmensführung sowie den englischsprachigen Studiengang Management in International Business. Hinzu kommt der gemeinsam mit renommierten IT-Unternehmen entwickelte Studiengang IT-Management. Zum Wintersemester 2016/2017 ergänzen der Bachelorstudiengang Psychologie und Management und der Masterstudiengang Business Management das Angebot. Die private Bildungseinrichtung ist eine innovative Mischform zwischen einer klassischen Fachhochschule und einer Dualen Hochschule.

Für bunte Tupfer in Mannheims Hochschullandschaft sorgen die Hochschule für Musik und darstellende Kunst sowie die Popakademie mit über 370 Studierenden. Die Popakademie versteht sich nicht nur als Hochschuleinrichtung, sondern als Kompetenzzentrum für sämtliche Aspekte der Musikbranche. Sie hebt sich durch ihre Studiengänge und deren einzigartige Verbindung von Musik- und Wirtschaftspraxis vom Angebot der Hochschulen erfolgreich ab. Der Standort Mannheim bietet dabei als „heimliche Musikhauptstadt“ mit seiner lebendigen Kulturszene, seiner aktiven Popförderung und Institutionen wie dem Existenzgründungszentrum Musikpark das ideale Umfeld.

Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit mit über 1.000 Studierenden in den Studiengängen Arbeitsmarktmanagement oder auch Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement sowie die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit rund 300 Studierenden im dualen Studiengang Bundeswehrverwaltung komplettieren das Bild.

Das ausgezeichnete Renommee der verschiedenen Hochschulen und Universitäten ist zum einen gut für die Unternehmen, die stets auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind, zum anderen für die Abiturienten, die Mannheim als Startpunkt für eine attraktive Karriere wählen. Der Wettbewerb um die besten Köpfe als Fach- und Führungskräfte wird angesichts der demografischen Entwicklung immer intensiver. „Die Nachfrage bei den Firmen vor Ort ist schon jetzt ziemlich groß“, bestätigt Christiane Ram, Fachbereichsleiterin der Mannheimer Wirtschafts- und Strukturförderung.

Nicht nur Unternehmen vergeben deshalb seit langem Stipendien an Studenten, auch die Stadt Mannheim unterstützt seit 2011 Studierende mehrerer Hochschulen, neben der Schlossuniversität auch der Hochschule Mannheim und der Popakademie mit den sogenannten „Mannheim-Stipendien“. Ram sieht die besondere Förderung als „Brückenschlag zwischen dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Mannheim“. Zukünftige Fach- und Führungskräfte sollen so gewonnen  und möglichst früh an die Quadratestadt gebunden werden. Bisher erhielten 14 Studierende jeweils 150 Euro im Monat, gebunden für drei Jahre.

Zu den Auswahlkriterien zählen hervorragende Studienleistungen und gesellschaftliches Engagement. Über die finanzielle Unterstützung freut sich auch Psychologiestudent Robin Preuß, Stipendiat seit 2014. „Durch das Stipendium kann ich auf einen Nebenjob verzichten und mich ganz aufs Studium konzentrieren.“

Text: Gesine Millhoff

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