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Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsmathematiker im Blick

Großer Andrang beim ersten MINT-Marktplatz

Im März 2016 richteten Stadt und Universität Mannheim erstmals einen MINT-Marktplatz aus, wobei MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik steht. Firmen aus der Region warben dabei um Absolventinnen und Absolventen der Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsmathematik (WIM) als künftige Fach- und Führungskräfte. Das kam gut an. 

Gut ein Dutzend Unternehmen und Organisationen hatten im Foyer der WIM-Fakultät in B6 ihre Infostände aufgeschlagen. Sie kamen aus den Bereichen IT, Beratung, Engineering oder Versicherung. „Wir sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Personal für Informatik, Controlling und Unternehmensplanung und insbesondere nach Versicherungsmathematikern“, erklärt Ivonne Schick, Personalreferentin bei der INTER Versicherungsgruppe mit Sitz in Mannheim.

Neben neuen Mitarbeitern hat das Unternehmen auch Praktikanten und Werkstudenten im Visier. Als ortsansässige  Firma pflege man gute Kontakte zur Universität. „In den letzten Jahren haben wir bereits einige Absolventen der Universität Mannheim fest einstellen können, die aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse aus dem Studium sehr gute Leistungen in der Praxis erbringen“, so Schick. Eine Veranstaltung wie der MINT-Marktplatz sei nicht nur eine gute Gelegenheit, potenzielle Bewerber kennenzulernen, sondern biete auch die Chance, sich mit Hochschullehrern über Erfordernisse im Berufsalltag auszutauschen.

„Es kamen weit mehr Interessenten als erwartet, und die Gespräche waren ausgesprochen informativ“, zeigt sich die INTER-Personalreferentin positiv überrascht von der Resonanz auf den Marktplatz und ergänzt: „Wir wollen die Partnerschaft mit der Universität weiter vertiefen.“ Bei einer Fortsetzung des MINT-Marktplatz sei man deshalb gerne wieder mit dabei.

Ähnlich überzeugt hat das Marktplatz-Konzept Wiebke Röthemeier, HR-Managerin beim IT-Systemhaus CEMA. „Die Veranstaltung war viel familiärer als große Karrieremessen. Wir waren ganz nah dran am potenziellen IT-Nachwuchs, aber auch an den Dozenten.“ Sie schätze zielgruppenorientierte kleinere Events: „Angesichts des überschaubaren Aufwands sind sie effektiver. Wir werden solche Veranstaltungen häufiger besuchen“, meint Röthemeier. CEMA sucht ständig Informatiker, Wirtschaftsinformatiker oder Informatik-affine BWL-Absolventen. Neben dem Direkteinstieg werden auch Master- und Abschlussarbeiten oder Praktikumsplätze angeboten.

Beim studentischen Nachwuchs traf das Angebot zum zwanglosen Kennenlernen auf eine gute Resonanz: Über 100 WIM-Studentinnen und -Studenten nutzten die Gelegenheit, um mit Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen, sich für studienbegleitende Praxisphasen zu empfehlen und konkrete Einstiegschancen auszuloten. Und sie machten sich bei Präsentationen und Kurzvorträgen selbst ein Bild von potenziellen Arbeitgebern und den Aufgaben im Berufsalltag.

Dass die Veranstaltung das Format hat, in Serie zu gehen, davon ist man bei der Stadt Mannheim überzeugt. „Wir planen, den MINT-Marktplatz 2017 fortzusetzen“, so Anett Jakob-Jüngling vom Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung. Auch die Fakultät als Ausrichter und Kooperationspartner wertet den MINT-Treff als „Riesen-Erfolg“ und will weitermachen. „Wir möchten dieses Konzept ausbauen“, sagt Caterina Lutz, im Dekanat für Marketing zuständig.

Die 2011 gegründete WIM-Fakultät ist die jüngste Fakultät der Universität Mannheim. Sie bietet mit Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsmathematik die einzigen MINT-Studiengänge an der Universität an. Beide sind anwendungsorientiert ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte liegen auf der Beherrschung großer, komplexer Datenmengen in Wirtschaft und Gesellschaft sowie auf der mathematischen Modellierung und Analyse von komplexen Dynamiken in Ökonomie und Finanzwirtschaft.
 

Text: Dr. Gabriele Koch-Weithofer

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