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Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Anlaufstelle im alltäglichen Chaos

Das Team von generation guide steht Firmen beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie zur Seite. Foto: generation guide

Das Team von generation guide steht Firmen beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie zur Seite. Foto: generation guide

Generation guide unterstützt als Partner von Unternehmen deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Problemen im beruflichen und familiären Alltag. Das Netzwerk leistet Hilfe in allen Lebensphasen.

Die Kinder haben Probleme in der Schule, die Oma ist pflegebedürftig und der Ehemann arbeitslos. Hinzu kommen Umstrukturierungen in der Firma. Dann ist das Chaos für eine berufstätige Frau und Mutter komplett. „Oft stürzt alles auf einmal auf sie herein“, weiß Sabine Diefenbach, Geschäftsführerin von generation guide in Mannheim, aus Erfahrung. Der Spagat zwischen Kindererziehung, Beruf und Pflege belaste vor allem Frauen. Hier greift das Lebenslagencoaching der Agentur, sprich die Beratung zu so unterschiedlichen Themen wie Erziehungsproblemen, Konflikten am Arbeitsplatz, Schulden, Sucht, Burnout, Beziehungskrisen oder auch Trennung. Diese Leistungen bietet zum Beispiel das Unternehmen Saint Gobain Isover seinen Beschäftigten über generation guide an. Der Dämmstoffhersteller hat dazu einen Rahmenvertrag mit dem Dienstleister aus Mannheim geschlossen. 

Ganz gleich, um welche Krise es sich handelt als erste Anlaufstelle dient den Mitarbeitern die 24-Stunden-Hotline. „Die können sie standort- und zeitunabhängig anwählen, an sieben Tagen die Woche und das anonym“, erklärt Stefan Eich, Werkspersonalleiter von Isover am Standort Ladenburg. „Von dort werden sie an einen auf ihr Problem spezialisierten Ansprechpartner weiterverwiesen und können eine Beratung in Anspruch nehmen.“ Durch eine Kooperation von generation guide mit dem PME-Familienservice ist dies nicht nur in der Metropolregion Rhein-Neckar, sondern bundesweit möglich.

„Unsere Hauptaufgabe ist es, passende, individuelle Lösungskonzepte für kleine und mittlere Unternehmen, große Konzerne oder öffentliche Institutionen zu entwickeln und deren Mitarbeiter phasenweise auf ihrem Weg zu begleiten“, erklärt Diefenbach. Ein Vorteil für die Beschäftigten der Vertragspartner von generation guide: „Während sie bei öffentlichen Stellen oft länger auf eine Schuldnerberatung oder auch psychologische Betreuung warten müssen, bekommen sie bei uns schnell einen Termin.“ Diese Erfahrung hat auch Eich selbst gemacht. Als er erstmals mit einem alkoholkranken Mitarbeiter am Arbeitsplatz konfrontiert war, fühlte er sich als Vorgesetzter zunächst unsicher und ratlos. „Ich bin weder Arzt noch Psychologe, trage aber dafür Verantwortung, dass die Arbeit reibungslos läuft. Denn ein Fehler bei der Bedienung einer Produktionsmaschine kann lebensgefährlich sein.“

Nicht nur er bekam umgehend eine kompetente Beratung dazu, was seine Aufgabe als Chef bei dieser Problematik ist. Auch der Produk-tionsmitarbeiter erhielt rasch professionelle Hilfe eines Suchtberaters und besuchte dann eine ambulante Entzugstherapie. Eich: „Es ist für uns als Arbeitgeber wichtig, dass die Beschäftigten handlungsfähig bleiben oder es schnell wieder werden.“

Attraktive Angebote und Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind auch für  SAP selbstverständlich. Die Beratung und Vermittlung von Kinderbetreuung hat der Walldorfer Softwarekonzern schon seit Jahren bei generation guide gebucht. Neu hinzugekommen ist das Thema Pflege. „Die Pflege von Angehörigen ist meist eine besondere Herausforderung für unsere Beschäftigten, bei der wir sie mit Freiräumen und Flexibilität unterstützen können“, erklärt Christine Rosendahl, bei SAP im Personalbereich für die Vereinbarkeitsthemen zuständig. 

„Bei der aktuellen Belegschaft handelt es sich um die sogenannte ‚Sandwich-Generation‘“, ergänzt Diefenbach. Denn im Alter von 35 bis 55 Jahren müsse diese sich häufig nicht nur um die Kindererziehung und -betreuung, die Studienfinanzierung des Nachwuchses sowie die eigene Karriere kümmern, sondern oft auch um die pflegebedürftigen Eltern. „Sie braucht oft Beratung und Unterstützung über die gesamte Themenpalette, erhält von uns gebündelte Informationen, kann gezielt Fragen stellen. Durch diese Unterstützung können die Mitarbeiter produktiv im Job bleiben und ihre Life-Balance stärken oder erhalten." 

 

Text: Gesine Millhoff

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