Mannheim Stadt im Quadrat | www.siq-online.de
  • Besuchen Sie uns bei Facebook
  • Besuchen Sie uns bei Twitter
  • Besuchen Sie uns bei Google+

Mannheim Stadt im Quadrat | www.siq-online.de

Investitionen in Mannheim

Bekenntnis zum Standort

Foto: Roche

Foto: Roche

Der Investitionsmotor bei den Mannheimer Unternehmen läuft weiter auf Hochtouren. Die Firmen vor Ort schaffen die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wirtschaften in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.

Es ist ein Neubau, der die Mitarbeitenden bewegt: „Auf dieses Gebäude haben wir lange hingefiebert“, so Thomas Schinecker, Geschäftsführer der Roche Diagnostics Deutschland GmbH (RDD), beim ersten Spatenstich im April 2016. Bis Ende 2017 soll das neue Gebäude 117 bezugsfertig sein, das auf mehr als 13.400 Quadratmetern Raum für über 210 bestehende Arbeitsplätze bieten wird. Gleich über zwei Stockwerke wird sich eine hochmoderne Trainingslandschaft erstrecken. Drei größere Seminarräume können bei Bedarf flexibel zu einem Auditorium für 180 Besucher zusammengeführt werden. In einem eigens eingerichteten „Virtual Reality Room“ lassen sich Laborumgebungen in 3D darstellen. Potenzielle Neukunden können so die Roche-Systeme virtuell in der nachempfundenen eigenen Laborumgebung erkunden: ein überzeugendes Verkaufsargument dank Hightech made in Mannheim. Open Campus Mannheim (OCM) heißt der Bau, der auch ein wichtiger erster Schritt ist, um das Werksgelände zu öffnen. Langfristig ist geplant, die am Rheinufer liegenden Flächen für Kunden und Besucher frei zugänglich zu machen. Gleichzeitig bietet der OCM eine weitere Möglichkeit, den Standort zu modernisieren. Er ersetzt mehrere Bauten, die teils über 40 Jahre alt sind, durch ein Hightech-Gebäude neuesten Zuschnitts. Die 36-Millionen-Euro-Investition ist sehr flexibel und kann schnell an veränderte Anforderungen angepasst werden. Das Gebäude erfüllt die Premium-Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, verfügt über eine eigene Photovoltaik-Anlage, eine Zisterne für Außenanlagenbewässerung sowie Fahrradständer für Elektroräder und Ladestationen für Elektroautos. 

Bereits seit vielen Jahren investiert das Unternehmen kontinuierlich am Mannheimer Roche-Campus. So wurde Im Oktober 2015 ein neues Diagnostika-Gebäude für die Verpackung immundiagnostischer Produkte eingeweiht. Zudem investiert Roche rund 260 Millionen Euro in ein Pharma- und ein Laborgebäude, die derzeit im Bau sind. 

Auch die VR Bank Rhein-Neckar hatte am 8. Juli 2016 Anlass zum Feiern. Eingeweiht wurde der markante Umbau in der Augustaanlage 59. Zahlreiche Gäste, u. a. auch Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und der ehemalige Vorstandsvorsitzende der VR Bank Rhein-Neckar, Willy Köhler, waren gekommen. Der Vorsitzende des Vorstands, Dr. Wolfgang Thomasberger, brachte es bei der Begrüßung auf den Punkt: „Endlich ist unsere Augustaanlage 59 fertig. Gemeinsam Großes bewegen mit Menschen von hier. Das war und ist unser Ziel. Und es ist nicht nur ein Bekenntnis zu unserer Region, das wir mit der Investition in das neue Bürogebäude abgeben, es ist auch ein Bekenntnis zur genossenschaftlichen Idee. Einer für alle – alle für einen.“

Vor drei Jahren erwarb die VR Bank die Immobilie neben dem Volksbank-Haus und sanierte und erweiterte das Gebäude, das jetzt eine Nutzungsfläche von 7.100 Quadratmetern aufweist. Räume im Erdgeschoss und im siebten Obergeschoss hat die Bank selbst belegt. Ansonsten sind die Büroflächen langfristig vermietet. Im Erdgeschoss befindet sich eine Filiale mit Café der Familienbäckerei Grimminger. Die Investitionen beliefen sich auf 12 Millionen Euro. 

Die Privatbrauerei Eichbaum baut auf ihrem Gelände in der Käfertaler Straße ein neues automatisches Regallager. „Wir erzielen dadurch immense Einsparungen, durch die sich das Projekt in den nächsten Jahren selbst finanziert“, so Jochen Keilbach, geschäftsführender Gesellschafter von Eichbaum. „Aktuell haben wir 30.000 Quadratmeter Lagerfläche im Umland angemietet. Durch das neue Regallager mit 15.000 Palettenstellplätzen, das direkt an unsere Abfülllinien angegliedert ist, verringern sich Verkehrsbewegungen und Verladewege.“ 

Unter einem Dach zusammenrücken wollen die GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft und fast alle ihre Töchter, die derzeit noch an unterschiedlichen Standorten untergebracht sind, wie die BBS Bau- und Betriebsservice GmbH, die ServiceHaus GmbH und die Chance Bürgerservice Mannheim gGmbH. Nur die MWSP bleibt in D7,27 in der Nähe des Rathauses.

Im Frühjahr 2017 soll nach zwei Jahren Bauzeit das Gebäude bezugsfertig sein und für  kurze Wege sorgen. In den Neubau mit rund 7.000 Quadratmetern Nutzfläche am Leoniweg im Centro Verde-Areal investiert die GBG derzeit rund 27 Millionen Euro. 

„Die Z-Form unseres neuen Verwaltungsgebäudes passt sich auf der einen Seite dem Grundstücksverlauf an, hat auf der anderen Seite aber auch Symbolcharakter für die Zukunftsorientierung unseres Unternehmens", so GBG-Geschäftsführer Karl-Heinz Frings. 

Die schlichte, funktionale Architektur des Hauses trägt zwei ganz verschiedenen, wichtigen Aufgaben Rechnung: Einerseits wird für die Beschäftigten ansprechender Arbeitsraum geschaffen, andererseits entsteht eine perfekte Schallmauer zum Centro Verde, da der Neubau direkt an das bestehende Seniorenwohnheim anschließt und einen Schallschutzriegel zu Bahntrasse und Herzogenriedstraße bildet.

Auch das Mercedes-Benz Werk Mannheim feierte Anfang  August 2016 einen ersten Spatenstich und setzte ein weiteres Signal für eine nachhaltige Automobilproduktion. Eine erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk-Anlage wird das Motorenwerk ab Frühjahr 2017 ressourcenschonend mit Wärme sowie Strom versorgen und künftig rund 19.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich einsparen. „Wir gehen unseren Weg der nachhaltigen Fertigung konsequent weiter: Für die neue, hocheffiziente Blockheizkraftwerk-Anlage hier in Mannheim investieren wir rund acht Millionen Euro“, so Andreas Moch, Standortverantwortlicher für das Mannheimer Werk. Im September 2016 kündigte er zudem eine weitere große Investitionssumme an. Nachdem 2014 bis 2016 bereits 500 Millionen Euro in das Mercedes-Benz Werk Mannheim vor allem in eine neue Motorenplattform sowie andere Anlagen und Produkte flossen, will der Daimler-Konzern nun bis zum Jahr 2020 noch einmal die gleiche Summe in die Hand nehmen, um den Standort Mannheim voranzubringen. Rund 100 Millionen Euro sind für Kapazitätserweiterungen im Komponentenbau für neue Lkw-Motoren eingeplant. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Gießerei, in der Gusskerne für verschiedene Bauteile wie Kurbelgehäuse und Zylinderköpfe hergestellt werden, sowie des Montagegebäudes für Motoren, aber auch die Erweiterung der Teilefertigung. Ca. 200 Millionen Euro sind für die Anpassungen der Produktionseinrichtungen vorgesehen. 

Seiner Vollendung entgegen schaut der Neubau auf dem Bildungscampus in Mannheim-Neckarau, den der Bereich Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar im Jahr 2017 beziehen wird. Die am Standort Mannheim ansässigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbereichs sind seit 2007 im City-Quadrat L2 untergebracht. Angesichts des Ende Februar 2017 auslaufenden Mietvertrages für diese Räumlichkeiten, der beengten Situation vor Ort sowie des zunehmend knapperen und teureren Angebots an stundenweise angemieteten Schulungsräumen fiel die Entscheidung, nach alternativen Standorten zu suchen. Favorisiert wurde letztendlich ein Neubau auf dem „Bildungscampus“ in der Neckarauer Straße in Mannheim. Die von der Trierer TRIWO AG errichtete und an die IHK Rhein-Neckar vermietete Immobilie bietet auch die Möglichkeit, eigene Seminarräume einzurichten. 

 

Text: Ulla Cramer

[Bearbeiten]