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MVV Energie

Der intelligente Verbraucher steht im Fokus

Mannheim ist ein wichtiger Standort des Projekts „RealValue“. Foto: MVV Energie

Mannheim ist ein wichtiger Standort des Projekts „RealValue“. Foto: MVV Energie

Mit dem europäischen Projekt „RealValue“ bringt MVV Energie die Zukunft der Energieversorgung nach Mannheim. Die Quadratestadt erhält einen weiteren festen Platz auf der Landkarte der Energiewende.

„Mit unserem Entwicklungsprojekt ‚RealValue‘ bauen wir in der Stadt ein Netzwerk auf, das das Energiesystem der Zukunft maßgeblich beeinflussen wird“, ist Dr. Doris Wittneben, Projektleiterin bei MVV Energie, sicher. Die Grundidee ist dabei ganz einfach: Im Stromnetz müssen sich Erzeugung und Verbrauch stets die Waage halten. Ein intelligenter und flexibler Energieverbraucher kann einen Beitrag dazu leisten, dass mehr schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne im Netz aufgenommen wird. 

Das europaweite Projekt setzt auf moderne Wärmespeicherheizungen in privaten Haushalten und eine intelligente Steuerung. Der deutsche Teil des Vorhabens, an dem mit MVV Energie und ihrem Beteiligungsunternehmen beegy gleich zwei Mannheimer Unternehmen sowie Glen Dimplex Deutschland aus Kulmbach beteiligt sind, spielt sich in der Kurpfalz-Metropole ab.

Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne ist ein fester Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung und spielt eine immer wichtigere Rolle. Schon heute kommen über 30 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus dezentralen erneuerbaren Anlagen wie Windrädern oder Photovoltaikanlagen – und der Anteil wächst stetig. „Eine Folge davon ist, dass die Stromproduktion je nach Wetter, Tages- und Jahreszeit schwankt“, weiß Wittneben. „Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, werden diese Schwankungen bisher vor allem durch den flexiblen Einsatz von Kraftwerken ausgeglichen.“ Dabei gibt es auch bei den Stromverbrauchern die Möglichkeit, den Bedarf zu steuern und gleichzeitig hohen Wärmekomfort zu genießen. Bei „RealValue“, das aus Mitteln des EU-Programms „Horizont 2020“ gefördert wird, stehen deshalb Lösungen im Mittelpunkt, die Strom aus Sonne oder Wind effizient, flexibel und auf kurzem Wege nutzen. 

Das Ziel des Projektes ist schnell erklärt: Die Wärmespeicher der Teilnehmer sollen bevorzugt immer dann elektrisch aufgeladen werden, wenn gerade viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz ist. Auf diese Weise steht der schwankenden Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ein flexibler Verbrauch gegenüber. Durch eine zen­trale Steuerung kann das „RealValue“-System auf die aktuelle Situation auf dem Strommarkt reagieren. Bei Bedarf sendet es Steuersignale an die eingebundenen Speicherheizungen, die sich dann entweder aufheizen oder das Speichern von Wärme verschieben.

Voraussetzung für diese Art der Kommunikation sind moderne thermische Speicherheizungen, die per Internet mit einer Steuereinheit in Verbindung stehen. „Wir werden für diese Funktion ein Gateway nutzen – also ein Gerät, das Informationen zwischen der zentralen Steuerung und den einzelnen Speicherheizungen überträgt“, so Wittneben. Auf diese Weise werden zum Beispiel auch neuartige Tarife möglich: Passt ein Haushalt seinen Verbrauch dem aktuellen Stromangebot an, profitiert er von niedrigeren Strompreisen am Energiemarkt. 

Hinzu kommen moderne Zähler bei den Teilnehmern, sogenannte „Smart Meter“, die den Stromverbrauch in kurzen Abständen automatisch übermitteln. Die Steuerung der Heizung kann sowohl automatisiert als auch von Hand erfolgen. Dabei behält der Kunde am Ende die Hoheit: Er kann entscheiden, ob er seine Wärmeversorgung der Automatik überlässt oder sie selbst steuert. Angst vor kalten Füßen muss keiner der Teilnehmer haben: Das System stellt sicher, dass in den Speicherheizungen immer genügend Energie zur Verfügung steht. 


Zahlreiche Informationen und Details zu dem Projekt finden Sie hier.

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