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Die besten Joggingstrecken in Mannheim

Hier läuft man nicht nur „um den Block“

Der Frauenlauf Mannheim ist sehr beliebt. Foto: Wilhelmi

Der Frauenlauf Mannheim ist sehr beliebt. Foto: Wilhelmi

Abseits der Quadrate bietet Mannheim ideale Bedingungen für Jogger. Fast alle Wege führen dabei zum Wasser. Entlang von Rhein und Neckar finden sich zahlreiche Laufstrecken.

Rund 20 Millionen Menschen können nicht irren: So viele Läufer gibt es laut Schätzungen des Magazins „Fit for Fun“ und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes derzeit in Deutschland. Die Gründe für den Volkssport-Status liegen auf der Hand: Laufen ist eine der einfachsten und trotzdem interessantesten Sportarten überhaupt. Nötig sind nur ein Paar Schuhe, schon kann es losgehen. Dabei werden knapp 70 Prozent der Muskulatur bewegt, sodass Joggen ein sehr effektives Fitnesstraining ist. Mentale Auswirkungen hat es außerdem: Wer regelmäßig die Laufschuhe schnürt, macht das nicht oder nicht nur, um abzunehmen, sondern auch, um klare Gedanken zu fassen, abzuschalten, sich etwas zu beweisen – für den Kopf. Längst ist Laufen auch in Gruppen überaus populär und hat geselligen Charakter, ähnlich einem Mannschaftssport. Wem ein paar gemeinsam gedrehte Runden im Park nicht reichen, der kann sich bei einem der zahlreichen Firmencups anmelden oder sich sogar bei einer der mittlerweile in vielen Städten stattfindenden Marathonveranstaltungen in der Königsdisziplin messen.

Mannheim hat u. a. mit dem SRH Dämmer Marathon, der gemeinsam mit dem engelhorn sports Halbmarathon und dem Rothaus 10er (10 km-Strecke) veranstaltet wird, dem Frauenlauf Mannheim oder dem Karlsternlauf etliche solcher Events im Angebot. Hier gehen nicht nur tausende Läufer und Läuferinnen an den Start, sondern noch mehr Menschen säumen die Straßen, um die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu unterstützen und mit regelrechter Partystimmung „ins Ziel zu tragen“. Davor steht allerdings das Training – und dafür bietet die Quadratestadt tolle Voraussetzungen. Denn sowohl für Hobbyläufer als auch für ehrgeizige Kandidaten gibt es in Mannheim Laufstrecken über beliebig lange Distanzen, die so richtig Spaß machen. 

Quadrate, Jungbusch, Neckarstadt, Schwetzingerstadt, Oststadt, Neuostheim, Lindenhof: Die Wege der Jogger aus den zentral gelegenen Stadtteilen Mannheims führen in aller Regel ans Wasser. Neckar und Rhein und sogar der Verbindungskanal dazwischen bieten entlang der Ufer attraktive Laufstrecken. Wer direkt vor der Haustür loslegen möchte und nichts gegen eine Teiletappe durch die Stadt hat, quert auf dem Weg ans Neckarufer – je nachdem, aus welcher Richtung kommend – Verkehrsschlagadern und -knotenpunkte wie die Augustaanlage oder den Alten Meßplatz und die Kurpfalz-Brücke. Behinderungen bzw. Unterbrechungen durch Fußgängerampeln lassen sich dabei kaum vermeiden, dafür kann man rechts und links einen Blick in die aktuellen Schaufensterauslagen riskieren.

Soll direkt im Grünen gestartet werden, parkt man sein Auto auf dem Parkplatz in der Ludwig-Ratzel-Straße, am Hans-Reschke-Ufer neben dem Fernmeldeturm oder etwas weiter gegenüber dem TSV 1846 Mannheim. Auf den letzten Metern Richtung Hans-Reschke-Ufer wird bereits unweigerlich klar, dass man sich einer beliebten Jogging-Strecke nähert – aus sämtlichen Richtungen sieht man Läufer kommen. Entsprechend einladend ist das Szenario entlang des Neckars dann auch: Auf asphaltiertem Grund, aber gefühlt mitten in der Natur, läuft man entspannt bis zur Feudenheimer Schleuse – zur linken Hand das Wasser und die Neckarwiese, rechts lässt man das Bootshaus, das TSV-Gelände, den Chinese Tea Garden im Luisenpark und das Gelände des BMX- und Mountainbike-Vereins BMCC Mannheim e. V. hinter sich. Knapp zweieinhalb Kilometer hat man auf der Strecke vom Parkplatz in der Ludwig-Ratzel-Straße bis zur Schleuse sprichwörtlich „auf der Uhr“ – denn eine Pulsuhr inklusive Streckenmesser oder eine Running-App wie Runtastic auf dem Handy nutzen inzwischen die allermeisten Läufer. Wer jetzt also umdreht und den gleichen Weg zum Auto zurückläuft, trainiert optimal für einen Einsteigerlauf über fünf Kilometer. Etwa 30-45 Minuten sollten blutige Anfänger dafür übrigens einkalkulieren.

Trainierte Läufer haben an der Schleuse eine weitere Option: Das andere Neckarufer für den Rückweg zu nutzen. Auf variierendem Untergrund und jetzt mit dem Wasser links geht es rechterhand vorbei am Fitnessstudio Sportomed und am „Maruba Das Gasthaus“ mit seinem einladenden Biergarten bis zum Theodor-Kutzer-Ufer, an dem sich das große Gelände der Universitätsmedizin Mannheim befindet. Hier, am Klinikareal entlang, kann man sogar zwischen zwei parallel verlaufenden Wegen wählen – einer hat feinen Schotterbelag, der andere ist asphaltiert. Über die Friedrich-Ebert-Brücke kommt man zurück auf die andere Neckarseite und läuft am Josef-Braun-Ufer entlang – je nach Startpunkt bzw. gewähltem Parkplatz – wieder bis zur Ludwig-Ratzel-Straße oder zum Hans-Reschke-Ufer. Diese Rundstrecke erlaubt natürlich Starts, Laufrichtung und Distanzen in allen erdenklichen Variationen, sodass auch bei regelmäßigem Training in dieser Gegend keine Langeweile droht – viele Jogger starten auch gerne am Klinikum in Richtung Schleuse . 

Ganz in der Nähe, genau an besagtem Parkplatz in der Ludwig-Ratzel-Straße, gibt es außerdem eine schöne Alternative für alle, denen beim Laufen ein gelenkschonender, weicher Bodenbelag wichtig ist: Im Unteren Luisenpark, frei zugänglich ohne Eintritt zu bezahlen, kann man beliebig seine Runden drehen. Dieser Teil von Mannheims größter Parkanlage, die im Stil eines englischen Landschaftsparks gestaltet ist, ist ein Gartendenkmal vom Ende des 19. Jahrhunderts und hat eine große historische gartenbauliche Bedeutung. Auf der östlichen Seite ist ein öffentlicher Sportplatz mit Laufbahn und Kiosk. Die Nutzung erfolgt tagsüber durch Schulen und danach, besonders an Wochenenden, durch Freizeitsportler. Generell erfreut sich der Untere Luisenpark einer regen Nutzung. Läufer treffen auf Fußballer und Cricketspieler, Familien mit kleinen Kindern auf Senioren. Tischtennisplatten stehen ebenfalls zur Verfügung, und mit „Sport im Park“ ein kostenfreies Angebot der Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger: Von April bis September gibt es täglich von Montag bis Freitag einstündige Kurse wie Zumba, Yoga, Bodyfit, Qi Gong und Kickboxen. 

Der dritte „Hotspot“ für Läufer in Mannheim ist zweifelsfrei der Rhein, ideal zu Fuß erreichbar, wenn man in den Stadtteilen Lindenhof oder Neckarau wohnt. Ein beliebter Startpunkt – auch, um eventuell das Auto stehen zu lassen – befindet sich an den Rheinterrassen – Gasthaus am Fluss. Wer hier, am Stephanienufer im Lindenhof, losläuft, befindet sich in bester Gesellschaft jeder Menge Gleichgesinnter sowie Hundehalter und kann, vorbei an der Reißinsel bis zum Strandbad in Neckarau, eine Strecke von etwa 4 km in schönster Natur zurücklegen. Manchmal bieten sich sogar Enten oder Wildgänse für einen Teil des Weges als Begleitung an. Das Restaurant Strandbad hat nach einem Pächterwechsel mittlerweile übrigens wieder geöffnet – als PURiNO mit attraktiver italienischer Speisekarte bietet die großartige Location seit Juni 2016 Dolce Vita-Auszeiten für Mannheimer. Hier am Rhein gibt es selbstverständlich ebenfalls unzählige Möglichkeiten, seine Laufroute nach persönlichem Geschmack zu variieren – bisweilen sieht man auch Läufer die Grünflächen des Ufers verlassen und vorbei an der Rheingoldhalle durch Neckarau und zurück Richtung Lindenhof joggen.

Ein Eldorado für Läufer und Outdoor-Sportler aus den nördlichen Stadtteilen Mannheims ist der Karlstern bzw. das Naherholungsgebiet Käfertaler Wald. Der größte Wald Mannheims bietet Laufstrecken, die rund um den Karlsternpavillon auf den sternförmig davon abgehenden Wegen jede Menge frische Waldluft garantieren und teilweise, beispielsweise um das Wildtiergehege herum, auch weichen Waldboden – ideal für belastete Knie und um die Sprunggelenke zu trainieren. Neben einem Gehege mit Wildschweinen, Bisons und Rotwild laden außerdem ein Vogelpark, ein Kinderspielplatz und eine Minigolfanlage zum Verweilen ein. Das angrenzende Restaurant La Locanda ist eine beliebte Adresse bei Ausflüglern und Erholung-suchenden – hier oder am Kiosk des Minigolfplatzes ist natürlich auch Getränke-Nachschub gewährleistet. Schließlich ist genügend Flüssigkeit bei jedem Lauftraining bekanntlich das A und O. 

 

Text: Sabrina Morasch


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