Mannheim Stadt im Quadrat | www.siq-online.de
  • Besuchen Sie uns bei Facebook
  • Besuchen Sie uns bei Twitter
  • Besuchen Sie uns bei Google+

Mannheim Stadt im Quadrat | www.siq-online.de

TÜV SÜD

Konformität von modifizierten Maschinen und Anlagen

Sicherheitsexperten vom TÜV SÜD beraten Unternehmen bei der sicheren Integration von zusätzlichen Komponenten in bestehende Anlagen. Foto: TÜV SÜD

Sicherheitsexperten vom TÜV SÜD beraten Unternehmen bei der sicheren Integration von zusätzlichen Komponenten in bestehende Anlagen. Foto: TÜV SÜD

Ob bei der Instandhaltung oder Modernisierung – Modifikationen und Änderungen an Maschinen und Anlagen gehören zum betrieblichen Alltag. Das können leistungsfähigere Antriebe oder eine modernere Steuerungs-Hardware sein. Ziel ist, die Produktivität zu steigern oder Produktionskapazitäten zu erweitern. Nicht selten werden dazu gebrauchte Ausrüstungsteile verwendet.

Zusätzliche Komponenten können auch zusätzliche Risiken bergen. Deshalb gelten besondere Sorgfaltspflichten. Diese regeln EU-Richtlinien und Vorschriften zur CE-Kennzeichnung. So unterschiedlich die Änderungen im Einzelfall auch sind – die Betreiber müssen klären, ob dadurch neue Gefährdungen und Risiken entstehen. Beeinflussen die Modifikationen das Sicherheitsniveau, müssen die Gefährdungen und Risiken bewertet und ggf. zugehörige Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Bei Änderungen kommen in der Regel Komponenten mit CE-Kennzeichnung zum Einsatz. „Unternehmen gehen oft davon aus, dass diese ohne weiteres integriert und sicher betrieben werden können. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall“, sagt Pascal Staub-Lang, Leiter des Kompetenzzentrums Maschinensicherheit bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Zwar bestätigt der Hersteller mit der CE-Kennzeichnung die geltenden Sicherheitsanforderungen an die Komponente – nicht aber die Sicherheit der Gesamtanlage. „Er hat ja auch keinen direkten Einfluss auf den korrekten und bestimmungsgemäßen Einsatz seiner Teile in dem neuen Kontext. Hier ist der Betreiber gefordert. Bei wesentlichen Änderungen wird er rechtlich quasi zum Hersteller (Inverkehrbringer) und muss dessen Pflichten erfüllen.“ Das kann eine eigene EG-Konformitätsbewertung inklusive einer CE-Kennzeichnung der veränderten Maschine sein.

Generell gilt: Der Betreiber hat die Sicherheit der Gesamtanlage zu gewährleisten. Er muss sowohl den ordnungsgemäßen Zustand der Komponente prüfen als auch sicherstellen, dass diese vor Ort fachgerecht montiert und bestimmungsgemäß verwendet wird. Werden zusätzliche Gefährdungen identifiziert, sind nicht nur geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Fallweise sind schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen und Mitarbeiter-Schulungen erforderlich. 

Unabhängige Sicherheitsexperten wie der TÜV Süd Industrie Service unterstützen Betreiber dabei, Risiken zu minimieren. Detaillierte Gefährdungsbeurteilungen und Risikobeurteilungen sind hier grundlegend. Etwaige Sicherheitsmaßnahmen können dann effizient geplant und umgesetzt werden. So sichern sich Unternehmen wirkungsvoll gegen Stillstände und Haftungsfragen ab.

 

www.tuev-sued.de/is

 

[Bearbeiten]