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Interview mit Andreas Hilgenstock, Geschäftsführender Gesellschafter der engelhorn-Gruppe

„Mannheim ist ein Einkaufsmagnet für die ganze Region“

Andreas Hilgenstock ist seit 2003 in der Geschäftsführung der engelhorn-Gruppe aktiv und führt seit Juli 2015 das Ressort Strategie und Öffentlichkeitsarbeit. Der Urenkel des Gründers Georg Engelhorn befasst sich schwerpunktmäßig mit der zukünftigen Ausri

Andreas Hilgenstock ist seit 2003 in der Geschäftsführung der engelhorn-Gruppe aktiv und führt seit Juli 2015 das Ressort Strategie und Öffentlichkeitsarbeit. Der Urenkel des Gründers Georg Engelhorn befasst sich schwerpunktmäßig mit der zukünftigen Ausri

Interview mit Andreas Hilgenstock, Geschäftsführender Gesellschafter der engelhorn-Gruppe

Herr Hilgenstock, wie sehen Sie den Handelsstandort Mannheim? 
Andreas Hilgenstock: Mannheim ist die Einkaufsmetropole für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar. Die jüngste Eröffnung des Stadtquartiers Q 6 Q 7 wird diese Bedeutung noch verstärken und weitere Menschen nach Mannheim ziehen – darüber freuen wir uns. Bereits jetzt kommen 75 bis 80 Prozent unserer Kunden aus dem Umland. Dass Mannheim bei der Bindung der Kaufkraft aus der Region einen Spitzenplatz einnimmt, hat gerade erst eine Studie der IHK Rhein-Neckar belegt. 

Womit kann Mannheim punkten?
Hilgenstock: Mannheim steht ganz oben im Ranking der Einkaufsstädte. Alle bedeutenden Spieler der Branche sind hier mit großen Filialen vertreten – aber eben auch familiengeführte Unternehmen wie das unsere, die dem Standort ein besonderes Profil verleihen. Und wir dürfen die zahlreichen kulturellen Leuchttürme in Mannheim nicht vergessen, wie das Nationaltheater, die Kunsthalle, die Reiss-Engelhorn-Museen oder die Popakademie. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, diesen Institutionen bei uns eine Bühne zu geben – sei es nun bei der Schaufenstergestaltung oder durch spezielle Events. 

Rund ein Viertel seines Umsatzes macht engelhorn inzwischen mit seinem Online-Shop. Liegt die Zukunft von engelhorn im Netz? 
Hilgenstock: Mit unserem Web-Shop steigern wir den nationalen Bekanntheitsgrad unserer Marke wie auch durch unser Geschäft am Frankfurter Flughafen – mit Erfolg. Rund drei Viertel der Online-Käufer stammen nicht aus unserer Region. Ohne eine Präsenz im Netz kann eine Marke wie engelhorn heute kein Geschäft mehr führen. Unsere Kunden erwarten unser Angebot auch online. Natürlich nutzen wir diese Möglichkeit auch, um unser stationäres Geschäft zu unterstützen. Seit Herbst 2016 können unsere Kunden beispielsweise ihr Profil und ihre Wünsche in unserem Online-Shop platzieren und mit einem Berater ihrer Wahl in Mannheim einen Termin vereinbaren. Er sucht dann im Vorfeld passende Kleidungsstücke aus, die sich der Kunde ansehen und, wenn er möchte, anprobieren kann. 

Wie kann man den stationären Handel im Vergleich zum bequemen Kauf per Internet profilieren? 
Hilgenstock: In der Mode zählt ein individueller, ganz persönlicher Look – und den können wir auf Konzeptflächen zeigen, für die wir nach unserer Investition von 20 Millionen Euro in  zwei weiteren Etagen jetzt auch verstärkt Platz gewonnen haben. Der Kunde will etwas Besonderes tragen, sich absetzen von der Masse. Und da haben wir natürlich im Vergleich zu vertikalen Anbietern, die sich auf eine oder wenige Marken fokussieren, einen Vorteil. Wir können eigene Sortimente zusammenstellen und geben auch neuen, nicht so bekannten Marken eine Chance. Zwei weitere wichtige Punkte sind die persönliche Beratung durch unsere Mitarbeiter, deren Qualifikation wir noch einmal verbessern werden – und natürlich die Gastronomie, denn kulinarische Genüsse sind im Internet nun einmal nicht möglich. 

Wie beurteilen Sie die Zukunft des Handelsstandorts Mannheim? 
Hilgenstock: In Anbetracht der zahlreichen Investitionen und der hohen Kaufkraft der Region sehe ich die Zukunft sehr positiv – zumal nun auch der Umbau der Planken ansteht. Was wir jedoch besser gewährleisten müssen, ist die Erreichbarkeit der Mannheimer City. Eine große Herausforderung ist in diesem Zusammenhang die geplante langjährige Großbaustelle rund um den Abriss und den Neubau der Hochstraße Nord in Ludwigshafen – die wichtigste Verbindung zwischen Mannheim und der Pfalz.

 

Die Fragen stellte Ulla Cramer.

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